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Tief in den Moränenhügeln des Iseosees und den grünen Weingärten der Franciacorta ragt imposant Palazzo Torri, eine wunderschöne befestigte Adelsvilla des siebzehnten Jahrhundert, die von der Herrscher von Valle Camonica, Federici della Corte, gebaut wurde, wo ursprünglich eine militärische Festung des sechzehnten Jahrhundert lag. Das Schloss wurde im achtzehnten Jahrhundert von der Familie Peroni aus Brescia gekauft und durch Dekorationen und Barockausstattungen in eine richtige villa di delizie (Villa von Wonnen) umgewandelt. Schließlich wurde das Schloss am Ende des neunzehnten Jahrhundert von der Familie Torri bereichert und vergrößert.
Paolina Calegari Torri und ihr Mann Alessandro bestimmten das Schloss als ihre Sommerresidenz und richteten einen regelrechten „Kultursalon“ ein, wo berühmte Gäste kamen und Partys, Zusammentreffen, Debatten und verschiedene kulturelle Veranstaltungen stattfanden. Zu den berühmtesten Gäste zählen wir Schriftsteller und Dichter wie Giosué Carducci, Antonio Fogazzaro und Giovanni Pascoli, Maler und Bildhauer wie Francesco Michetti, Antonio Salvetti, Franz Lenbach, Hugo Freiherr von Habermann, Serafino Ramazzotti und Domenico Trentecoste, Musiker und Komponisten wie Paolo Chimeri und Adele Bignami Mazzucchelli, Vertreter der Kirche und Politik wie den Bischof Geremia Bonomelli und der Minister Giuseppe Zanardelli und weiteren Intellektuelle, Wissenschaftler, Denker, Menschen von hoher Kultur und Aristokraten aus der wichtigsten Familien von Brescia.
Am Ende des zwanzigsten Jahrhundert hat Palazzo Torri, infolge von bedeutenden Restaurationsarbeiten, die den Inneren des Palastes ihre alte Pracht wiedergegeben haben, seine Türme der Öffentlichkeit geöffnet, um die Residenz durch Führungen und kulturellen Veranstaltungen bekannt zu machen und um in den Sälen Privatveranstaltungen wie Hochzeitsmähler, Empfänge, Bankette oder Kulturveranstaltungen organisieren zu können. Alle Zimmer sind mit Ausstattungen aus verschiedene Zeiten eingerichtet und hier können unsere Gäste eine angenehme Aufenthalt in der Schönheiten und der Geschichte der Franciacorta verbringen.
Durch die Führung kann man sowohl die Innen- als auch die Außenräumen des Schlosses entdecken.
Die Hainbuchealle führt zu dem großen Hof des Palazzo Torri, dessen Fassade des siebzehnten Jahrhundert durch einen imposant Säulenvorbau am Erdgeschoß, rechteckigen Festern im ersten Stock und ein Ziegelband zwischen Erst- und Dachgeschoß gekennzeichnet ist. Der Altan wurde dagegen erst 1870 von den Torri gebaut.
Der Hof führt zu den noch unbeschädigten Reitställen, die innerhalb der ursprünglichen Festung gebaut wurden, und zu einem kleinen Garten mit Nymphäum des achtzehnten Jahrhundert.
Im Erdgeschoß liegen sowohl die Dienstzimmer, wie das Zimmer des Brunnens, ursprünglich draußen von dem Gebäude, die alte Küche mit dem großen Kamin und die breite moderne industrielle Küche, zu jeder gastronomischen Tätigkeit fähig, als auch die Empfangsäle: das Esszimmer, wo man die feine von Antonietta Torri Miotti per Hand dekorierte Porzellane beobachten kann, den Musiksaal, aufgrund der Darstellungen von Musikinstrumenten an der Decke so genannt, die Bibliothek und den Billardsaal, mit ihren Fresken des achtzehnten Jahrhundert, und den Festsaal, wo Dekorationen des neunzehnten Jahrhundert und das Wappen der Familie Torri an der Kamin aus Botticino-Marmor bewundert werden können.
Die Treppe aus pietra di Sarnico (ein lokaler Stein) mit eleganter Schmiedeeisenbalustrade führen ins erste Geschoß hinauf, bis zu der durch gemalte Balkendecke und ein dekoratives Barockenband gekennzeichneten Galerie, wo die Porträts der Ahnen der Familie hängen. Die Galerie führt zu dem rote Zimmer, mit seiner dekorierter Kassettendecke, zu Paolinas privater Wohnung, und zum Zimmer des Bischofs, wo der Bischof Geremia Bonomelli 1914 starb. In diesem Zimmer liegen Empirestilausstattungen und hängt das wunderschönes Paolinas Porträts, Werk des Malers Roberto Venturi.
In dem Garten des Schlosses kann man imposante jahrhundertealte Bäumen wie die wunderschönen Libanonzeder bewundern, und dann den Blick über das grenzlose Land und die Weingärten schweifen lassen, die diese alte Residenz umschließen.
Nach 1995 ist der Wohnsitz, der dem Amt der kulturellen und landwirtschaftlichen Erbe gebunden ist, vielen Renovierungsarbeiten unterzogen worden. Jetzt ist er ein altes und trotzdem modernes Gebäude, und die Gäste sind in der Lage, nicht nur Feste, Empfänge, Bankette, Hochzeitsmähler und verschiedene Kulturveranstaltungen zu organisieren und besuchen, sondern auch im Schloss zu übernachten.
Wie zurzeit Paolinas ist der Palazzo Torri noch heute Sitz eines Kulturkreises mit der Unterstützung der Associazione Culturale Cortefranca.

Facciata esterna a Palazzo Torri